Forschungsberichte

Hier finden Sie Forschungsberichte aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 

STAND DES FORSCHUNGSPROJEKTS VON DR. AVERY UND BITTE UM BLUTPROBEN VON FSF BETROFFENEN HUNDEN, DIE WAEHREND BZW. ZWISCHEN FIEBEREPISODEN GENOMMEN WORDEN SIND.


Im Rahmen unserer vom Charitable Trust AKC/CHF finanzierten Studie ersucht Dr. Anne Avery Blutproben von Hunden, die von FSF (Familiaeres Shar Pei Fieber) betroffen sind und welche waehrend einer Fieberepisode genommen worden sind. Bitte gehen Sie zu Ihrem Tierarzt und lassen Sie ihn 6–10 ml EDTA Vollblut („lavender top tube“) und eine Serumprobe von 3–5 ml Blut (rote Spitze oder zentrifugiertes Serum). Rufen Sie bitte Dr. Avery unter der Nummer (970) 491-1170 an, um die Versendung zu organisieren.

Schicken Sie die Proben per „Uebernacht-Express“ an: Dr. Anne Avery, Dept. of MIP, 1619 Campus Delivery, Fort Collins, CO 80523-1619.

Sie muessen einen Fragebogen ausfuellen, die AKC-Nummer Ihres Hundes eintragen und eine Einwilligungserklaerung unterschreiben. Die Formulare koennen an Sie per E-Mail oder Fax geschickt werden. Die Kosten fuer Versand durch UPS werden vom Forschungsprojekt uebernommen, vom dem Sie eine Buchungsnummer für den Kurier erhalten. Leider gibt es keine Erstattung für Ihre tieraerztlichen Ausgaben.

Helfen Sie uns bitte! Zudem benoetigt Dr. Avery Blutproben auch von jedem Hund mit einer FSF-Erkrankungsgeschichte. Denken Sie bitte daran, dass die Unterstuetzung Ihrem Hund und der gesamten Rasse dient.

Vorläufige Ergebnisse zeigen ein erhoehtes Basisniveau von IL-6 bei statistisch signifikanter hoeherer Anzahl von Shar-Pei mit FSF oder Shar-Pei mit engen Verwandten, die unter FSF/A leiden. Hingegen haben Shar-Pei Hunde ohne Anzeichen von FSF oder Verwandten mit FSF/A kein statistisch signifikant erhoehtes Basisniveau von IL-6. Dies wurde durch meine Studie an der Cornell Universität und die aktuellen Pruefungsergebnisse von Dr. Avery bestaetigt. Bisher wurde keinerlei Korrelation zwischen SAA und CRP Mengen sowie Gesundheit oder Krankheiten gefunden, aber die Analyse ist noch nicht abgeschlossen. Zudem hat Dr. Avery keine erhoehten Mengen von TNF-á bei den untersuchten Shar-Pei Hunden (mit oder ohne FSF) gefunden. Jetzt wird das Augenmerk auf das Niveau von Serum IL-10 und HA (Hyaluronan oder Muzin) gelegt. Wir wissen nicht, ob das Serum-HA-Niveau mit deren Autoentzuendungserkrankung korreliert. Momentan koennen wir nur Vermutungen anstellen, daher hat diese Forschungsarbeit Vorrang. Gleichzeitig bemuehe ich mich darum, dass die Studie unter Dr. Avery auch die Untersuchung des IL-1â Niveaus so bald wie moeglich einschließt, weil dies mit einigen wiederkehrenden Fieberanomalien unter Menschen in Verbindung gebracht worden ist.

Ein chronisch erhoehtes Niveau von IL-6 bei FSF-Patienten ist nicht überraschend, da IL-6 eines der primaeren chemischen Anzeichen ist, welches die Akutphase des Reaktionseiweisses (Vorlatufer von Amyloid A) hervorruft. Aus meiner Zusammenarbeit Anfang der 90-er Jahre mit Ariel Rivas und Fred Quimby, Immunologen an der Cornell University, gab es Andeutungen, dass es problematisch sein koennte, wenn wir das IL-6 herunterregulieren werden. Daher gehen wir das Thema noch mal an (wahrscheinlich ein blockierter Rezeptor für einen IL-6 Hemmer?).
Die Studien sind noch nicht abgeschlossen. Waehrend der Fieberepisoden hatten Shar-Pei Hunde ein dramatisch erhoehtes Niveau von IL-6 and SAA. Wir benoetigen Blutproben von noch mehr Hunden waehrend der Episoden (s.o.). Solche Niveaus sind nicht unerwartet, weil sie Boten von Entzuendungen sind. Wir moechten aber ihre Reaktion unter normalen Kontrollen untersuchen, um zu sehen, ob sie uebertrieben sind.

Eine Schwaeche der IL-6 Untersuchung ist, dass nicht jeder Hund mit FSF auch ein erhoehtes Basisniveau hat – es koennte viele falsche negative Ergebnisse geben. Daher bin ich unsicher, ob dies eine sinnvolle diagnostische Pruefung ist. Ein anderes Zytokin, das noch zu untersuchen ist, koennte eher voraussagend sein. Natuerlich waere eine genetische Mutation bei allen Shar-Pei mit FSF die perfekte Loesung – was ein schwer fassbarer Heiliger Gral ist. So bald wir alle moegliche Informationen ueber Hunderassen, die von Dr. Puppo bei NIH (Nationale Gesundheitsinstitut) untersucht worden sind, erhalten haben (ziemlich bald), fangen wir mit Korrelation dieser der Studien diesen zu korrelieren.

An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei Barbara LaVere, Pat Zimmel-Roach, Alice Fix, Dr. Jeff Vidt und allen Mitgliedern des Centennial Club in Colorado (zu viele, um einzelne nennen zu koennen, aber ohne deren Hilfe waere das Projekt von Dr. Avery nicht weitergegangen). Ich bedanke mich auch bei vielen CSPCA-Mitgliedern, die freundlicherweise Informationen fuer den Hunderasseteil der DNS-Studie bei der NIH eingereicht haben. Dr. Avery hat mir heute erzaehlt, dass sie sehr beeindruckt war, wie ausgesprochen hilfreich alle Shar-Pei Zuechter bei diesen Projekt waren. Shar-Pei-Leute sind wirklich etwas Besonderes, genau wie Ihre Hunde!

Dr. Linda Tintle
Wurtsboro Veterinary Clinic
163 Sullivan Street, PO Box 910
Wurtsboro, New York 12790